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Die Ausstellung Daniel Krugers vom 14. September bis 16. Oktober 2004 würdigt der Fachjournalist Gerhard Pucsala durch einen Artikel in der Fachzeitschrift "FZ"

Fundstücke von Daniel Kruger

Die Wiener Galerie Slavik präsentierte in ihrer Herbstausstellung neue Schmuckkreationen von Daniel Kruger.

Bis Mitte Oktober konnten in der Wiener Galerie Slavik die neuesten Kreationen des aus Südafrika gebürtigen Schmuckkünstlers Daniel Kruger besichtigt werden. Nach seiner Grundausbildung an der School of Fine Arts in Kapstadt, wandte er sich nach München, um bei Hermann Jünger an der Akademie der Bildenden Künste in München die Goldschmiedekunst zu studieren. Derzeit lehrt er selbst auf Burg Giebichenstein in Halle.
Für die in Wien gezeigten Arbeiten verarbeitete er gewissermaßen "Fundstücke" aller Art. Dies geschah sowohl im konkreten als auch im übertragenen, abstrakten Sinn. Er verwendete Glasfragmente, die bei einem Spaziergang am See gefunden werden könnten, oder Plastikrohrstücke, gewissermaßen weggeworfene Recycling-Elemente. All diese Teile wurden mit fein gearbeiteten Goldscheiben zu Halsschmuck-Kreationen oder Broschen verarbeitet. Er setzte damit ungewöhnliches in ernsthafter Form in dekorativen, gerne getragenen Schmuck um. Dabei ist all den Gestaltungen ein gewisses vergnügtes Augenzwinkern des Künstlers anzumerken.

Darüber hinaus lässt Daniel Kruger eine sehr verspielte Ader erkennen. Dies zeigt sich beispielsweise in seinen Broschen, wo er kleine, zylindrische Glasperlen mit gelber Seide zu wuchernden Gestaltungen knüpft, gleichsam zur Reflexion von Gewächsen. Mit unbearbeiteten Lapisstücken verleiht er ihnen dann noch zuzüglich schmückende Akzente.

Gerhard Pucsala, Fachjournalist in der "FZ - Die Fachzeitschrift", November 2004, Heft Nr.7, S.28


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