25 Jahre Galerie Slavik

Die Qualität einer Idee

Renate Slavik im Gespräch mit Claudia Lehner Jobst

Qualität ist das Prinzip, das Renate Slavik in den vergangenen 25 Jahren ihrer Arbeit Galeristin geleitet hat. Wie geht sie aber dabei vor, was ist Qualität in der Kunst?

RS: Wichtig ist, dass ein Werk eine Aussage hat. Das ist, was Schmuckkunst von Schmuck unterscheidet. Jedes Objekt repräsentiert auf authentische Weise die Welt einer Künstlerin oder eines Künstlers.

Die aktive Jurytätigkeit und der Grassi-Preis der Galerie Slavik ist seit einigen Jahren ein fester Bestandteil im Jahreslauf.  Auch hier ist ein Empfinden und Entdecken gefragt, in der Fülle der Kreativität „das Eine“ zu finden.

RS: Es ist oft nicht leicht, sich zu entscheiden, denn es gibt „das Eine“, das Ausschließliche nicht. Das liegt auch im Wesen der Kunst. Gerade in der Schmuckkunst gibt es diesen schönen Moment, wie ich es immer betone, wenn Menschen in der Galerie „ihr Pendant“ finden: Das Schmuckobjekt, das sie ganz nahe bei sich tragen möchten, weil es etwas aus ihrem Inneren spiegelt oder ausstrahlt, oder sie ergänzt, spannungsvoll bereichert oder einfach erfreut.

Die Jurytätigkeit macht glücklich, auch wenn man eine Wahl treffen muss, denn ich genieße es, jungen Künstlerinnen und Künstlern ein Sprungbrett zu bereiten. Das ist heute wichtiger denn je.

Wie könnte der Leitspruch lauten, der Zauberspruch einer erfolgreichen Galeristin, ihres Teams, ihrer Freunde und „ihrer“ Künstler?

RS: Ich glaube an Wunder, und sie passieren…

Auszug aus Katalog Schmuck Stadtgespräch, Mai 2016,
Renate Slavik im Gespräch mit Claudia Lehner-Jobst

renateslavik

„Manchmal bedarf es einer Reise nach San Francisco um in die Himmelpfortgasse in Wien zu finden…“

„Wenn Ihnen dieser Schmuck gefällt, dann sollten Sie unbedingt zu „Velvet da Vinci“ gehen“. Ich hob meinen Kopf und sah in das strahlende Gesicht einer Verkäuferin im  Museumsshop vom San Francisco Museum of Modern Art. Die anschließende Exkursion in die Polk Street gemeinsam mit meinem Mann Gerald brachte eine reiche Ausbeute: ein unverzichtbares Schmuckstück für meine Sammlung und einen Berg an inspirierenden Katalogen und Monographien. In einem dieser Bücher wurden wir einige Jahre später fündig, als es um die Frage ging, wie der Ehering für unsere bevorstehende Hochzeit aussehen sollte. Gerald und ich wählten voneinander unabhängig einen Ring des Schmuckkünstlers Stefano Marchetti aus. Jetzt ging es darum, Stefano beziehungsweise eine Galerie, die ihn vertritt, ausfindig zu machen. Erfreut stellte ich fest, dass das Ziel ganz nahe liegt: die Wiener Galerie Slavik in der Himmelpfortgasse 17, die ich zwar kannte, aber bisher noch nie betreten hatte.

Schon beim ersten Besuch in Renates Galerie wurden wir mit einer enormen Herzlichkeit empfangen und mit einer solchen Begeisterung in ihre Welt eingeführt, sodass ich den Eindruck hatte, dass nun all die Jahre der Abwesenheit getilgt waren. Als ich schließlich den Namen Stefano Marchetti erwähnte, folgte sogleich eine leidenschaftliche Laudatio dieses großartigen Künstlers, die mit den Worten endete: “Und er macht auch wunderbare Eheringe!“.

Seither sind fünf Jahre vergangen. Fünf Jahre mit wunderschönen Ausstellungen, Künstlergesprächen und einem spannenden Austausch mit Dir, Renate – Du Wirbelwind! Gerald sagte einmal völlig treffend über Dich: „Der Bau des AKW Zwentendorf war völlig überflüssig – bei der Energie, die Renate versprüht!“.

Auf die nächsten 25 Jahre!

— Ingrid Schulz, Psychiater, Wien

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Ingrid Schulz mit Brosche von Nicola Heidemann

Wir verdanken der verehrten Renate verdammt viele Verschönerungen und damit  Verbesserungen an uns. Falls wir zu lange bei ihr verweilen, sind wir entweder verschuldet oder verarmt, aber NIE verdrossen, weil verziert, veredelt und – es klingt nicht verwegen – auch verjüngt! In diesem Sinne fühlen wir uns mit der versierten Renate, die uns auch jede Verstimmung vertreibt, innig verbunden.

25 Jahre Galerie Slavik – Verdientes Lob!

— Luise Kurmayer

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Luise Kurmayer mit der Lapislazuli Kette von Michael Becker

Ein Brennpunkt der internationalen Schmuck-Kunst: die Galerie Slavik in Wien

„Ein winziges Blatt Papier kann die Welt enthalten.“ Dieser wunderbare Satz des Malers Wols (Alfred Otto Wolfgang Schulze), den ich für einen der bedeutendsten europäischen Künstler des 20. Jahrhunderts halte, kann auch Jahrzehnte später als Mission Statement für die Galerie Slavik gelten: ein Universum von kleinsten Artefakten, ein Ort ungeheurer Vitalität im kleinen Maßstab.

Renate Slavik, die kongeniale Gründerin und Inhaberin der Galerie sehe ich als eine Übertragungskünstlerin: ausgehend von ihrer eigenen Faszination begleitet sie die an Schmuck-Kunst Interessierten auf eine Reise in einen Mikrokosmos von Formen, Materialien und Transformationen. Die Schar der bekennenden Schmuck-Aficionados wächst in ihrem Umfeld daher dementsprechend rasch.

Die Galerie Slavik ist auch ein Ort der Begegnung mit Künstlerinnen und Künstlern, die ihre Konzepte präsentieren und über ihre weiteren Projekte offen diskutieren. In der Welt des Turbokapitalismus und des Neoliberalismus hat das Denken in Luxury Brands und Rankings längst die Lust an einer tiefgehenden Auseinandersetzung mit Kunstwerken (dazu zähle ich auch Schmuck) überlagert beziehungsweise weit in den Hintergrund gedrängt. Umschlagplätze und Einkaufstempel für Schmuck gibt es viele, aber Orte der sinnlichen Vermittlung und Auseinandersetzung sind leider rar geworden. Nicht zuletzt aus diesem Grund wünsche ich mir – und allen Schmuck-Kunst-Liebhaberinnen & Liebhabern – einen langen Fortbestand dieser verdienstvollen Institution.

— Gerald Trimmel, Kulturwissenschaftler und Künstler

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Gerald Trimmel

1_Plakat

Die Ausstellung SCHMUCK STADTGESPRÄCH 25 Jahre Galerie Slavik wird eröffnet!

2_Die-Gäste

Die Gäste trudeln ein…

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Renate und Denni

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Renate Slavik eröffnet die Ausstellung mit viel Freude und Enthusiasmus.

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Ein spannendes Zusammentreffen von KünstlerInnen, KundInnen und FreundInnen!

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Jutta Pietsch-Grabner stellt den Katalog SCHMUCK STADTGESPRÄCH vor, der unsere Ausstellung dokumentiert.

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Der druckfrische Katalog wird gleich studiert!

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Charmante Bewirtung unserer Gäste.

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Spannende Schmuck Gespräche.

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Kundinnen von morgen..

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Angeregte Unterhaltung zwischen Schmuckkünstler und Kunden.

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Die KünstlerInnen kamen von Nah und Fern!

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Die Fortsetzung des Festes in der nahe gelegenen Eden Bar.

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Mit großer Freude versorgte Renates Enkel Simon die geladenen Gäste.

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Gemütliche Stimmung in der Eden Bar.

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Musikalische Kulturnahrung von Anita Eberwein, Georg Lehner und Fritz Fischer.

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15_Paul

Paul versorgt die Gäste mit kulinarischen Kunstnahrung.