Galerieleben

2016 ist für die Galerie Slavik ein besonderes Jahr, wir feiern unser 25jähriges Bestehen mit vielen Aktivitäten. Monatlich finden Künstler Schmuckgespräche statt. Zwei große Jubiläumsausstellungen im Frühjahr und im Winter ehren unsere Künstler. Begleitend dazu erscheinen zwei reich bebilderte Kataloge.

Schmuckgespräch am 13. Februar 2016 mit der Schmuckkünstlerin Nicola Heidemann und der Federkünstlerin Maria Baumschlager

Nicola Heidemanns Kosmos:
Ich träume Schmuck, ich bin neugierig auf das was sich entwickelt in einem immer währenden Dialog zwischen der Natur und mir.
Als Schöpfer kann ich mich nicht wirklich empfinden.
Eher als Sammler.
Ich sammle Andeutungen, Eindrücke, Assoziationen.
Ein Stück Holz kann mich begeistern, ein Schatten auf einem Stein, ein Glitzern auf einer Wasseroberfläche.
Die unvollständigen Dinge sind es die mich faszinieren.
Die nicht ergründeten Geheimnisse.
Sie lassen mir und auch dem Betrachter Raum für eigene Vorstellungen.
Im besten Fall kann er sich erinnern an einen schönen Tag am See, einen Waldspaziergang, einen Kieselstein.
Platten Tektonik, Vulkane und Gletscher haben unseren Planeten geformt.
Die Bedingungen für das Leben auf der Erde sind von diesen Voraussetzungen abhängig.
Wir haben die Möglichkeit die Erde zu kultivieren, zu formen, die Landschaften zu verwandeln.
Allerdings nur in einem gewissen Rahmen.
Wir sollten uns immer dessen bewusst sein, dass unser Leben nicht endlos ist, dass wir angesichts der geologischen Entwicklungen der Erde so klein und unbedeutend sind, und dass wir zur Natur gehören, nicht sie uns!
Unsere kleinlichen Konflikte um Besitz, Religion, und Macht sind so unbedeutend, wenn wir uns vor Augen führen wie alt dieser Planet ist, und wie grundlegend er sich schon verändert hat im Laufe von Jahrmillionen.
Mit meinem Schmuck möchte ich dieses Gefühl der Verbindung mit der Natur ausdrücken.
Ich liebe die Haptik von einem Stein am Strand. Diese Haptik versuche ich meinen Schmuckstücken zu geben.
Sodass derjenige der meine Schmuckstücke mit sich trägt immer darüber streichen kann.
Eine haptische Erinnerung so zu sagen.
Meine Arbeiten haben immer mehrere Dimensionen.
Eine Form und Oberfläche, und ein verstecktes Innenleben.
Und diese verborgenen Teile sind nur zu erahnen. Sie glitzern aus dem Inneren hervor ohne sich sofort zu erklären.

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Schmuckgespräch am 12.März 2016 mit Michael Becker und Stephan Hampala

25 Jahre Galerie Slavik – ein Ort der leidenschaftlichen Schmuck- Kunstvermittlung!
Es ist schon bemerkenswert: Bereits seit einem Vierteljahrhundert präsentiert die Galerie Slavik zeitgenössische internationale Schmuckkünstler und hat sich als ein Ort der Begegnung und leidenschaftlichen Kunstvermittlung etabliert. In der Wiener Himmelpfortgasse 17 werden auch immer wieder anregende Momente erschaffen, wenn Kunden der Galerie ihr unverwechselbares Schmuckunikat finden und ihre “Kunst am Körper” mit nach Hause nehmen. Kunst möchte ja auch erstanden werden!
Und auch damit ist die Galerie Slavik seit 25 Jahren erfolgreich: sie zeigt, selbst in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten, Präsenz und Ausdauer in dem spannenden und nicht immer einfachen Metier der zeitgenössischen Schmuckkunst.
Es gäbe kein Jubiläum und schon gar keine Jubiläumsfeierlichkeiten, würden nicht Renate Slavik und ihre Mitarbeiterinnen stetig, mit viel Enthusiasmus, Freude und Sachkenntnis über Schmuckkunst aufklären, künstlerische Innovationen entdecken und die mittlerweile zahlreichen Künstler der Galerie fördern und manchmal auch fordern.

Und natürlich wäre die Galerie Slavik undenkbar ohne ihre Künstler, die gleichsam die DNA, die schöpferische Grundlage der Galerie sind. Die Galerie Slavik und ihre Künstler, Künstler und Galerie – sie bedingen einander und tragen seit 25 Jahren dazu bei, dass die Galerie Slavik ist, was sie ist: Ein wunderbarer, inspirierender, unverwechselbarer Ort, der nun, so ist fest zu hoffen und der Galerie zu wünschen, die künstlerischen Entwicklungen der kommenden 25 Jahre ins Visier zu nehmen vermag!

— Dr. Heike Welz, Auszug aus dem Künstlergespräch am 12. März 2016

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Schmuckgespräch am 9.April 2016 mit Gerti Machacek und Letizia Plankensteiner

Gerti Machacek sieht ihre plastischen Schmuckstücke als Erinnerungs- und Identifikationsobjekte. Letizia Plankensteiner bevorzugt das Material Gold, das sie in fantastischer Formenvielfalt zu spannenden Ringkompositionen verarbeitet.

Beiden Künstlerinnen ist der skulpturale Umgang mit den bevorzugten Werkstoffen Gold und Silber gemeinsam.

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